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Wien, am 16.10.2018

Forstwirtschaft fordert Übergangslösungen für Holzkraftwerke

Energie aus Holz ist unerlässlich, um Klima- und Energieziele zu erreichen

Energie aus Holz ist für die Erreichung der Klima- und Energieziele der #mission2030 der Bundesregierung von großer Bedeutung. Ein Ziel lautet, dass bis 2030 der Strom in Österreich zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energieträgern stammen soll. Gleichzeitig werden Nachfolgeverträge für bestehende Holzkraftwerke nicht verlängert. Diese Kraftwerke stehen somit vor dem Aus. Eine Übergangslösung ist gefordert!

„Franz Titschenbacher, Präsident des Österreichischen Biomasse-Verbandes, und Bauernbund-Präsident Abg.z.NR DI Georg Strasser fordern in einer Presseaussendung heute eine dringende Lösung für Holzkraftwerke. Sie sprechen damit nicht nur den betroffenen Anlagenbetreibern aus dem Herzen, sondern auch ihren Lieferanten und Marktpartnern sowie den Menschen im ländlichen Raum. Holzkraftwerke brauchen dringend eine Übergangslösung – viele dieser Kraftwerke haben bereits geschlossen oder stehen vor dem Aus. Die Forstwirtschaft verliert damit wichtige Abnehmer für Holz, das weder von der Säge-, Platten- oder Papierindustrie verarbeitet wird. Zusätzlich gehen Arbeitsplätze im ländlichen Raum verloren“, betonte DI Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich.

„Viele Betreiber von Biomassekraftwerken in Österreich machen sich Sorgen um die Existenz ihrer Kraftwerke, denn die Verträge und damit die Ökostromförderung beginnen jetzt auszulaufen. Das angekündigte Energiegesetz, das auch Förderungen neu behandelt, soll erst 2020 präsentiert werden. Das ist für viele Biomassekraftwerke in Österreich zu spät. Es kommt bereits zu Stilllegungen von voll funktionsfähigen Holzkraftwerken. Die mühsam aufgebaute Holzversorgungslogistik ist gefährdet und bringt negative Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette mit sich“, so Präsident Montecuccoli weiter.

Strom aus grünen Quellen
In Biomasse- und Holzkraftwerken wird umweltfreundlicher Strom und Wärme produziert. In Zeiten des Klimawandels und im Sinne der Umwelt sollte sowohl die Regierung als auch die Gesellschaft alles daran setzen, Energie aus grünen Quellen zu fördern. Sperren Biomassekraftwerke mangels Förderungen zu, ist die logische Folgerung, dass Strom aus fossilen Energiequellen produziert werden und/oder Atomenergie importiert werden muss.

Das Auslaufen der Verträge und die Notwendigkeit von Folgeregelungen waren seit Jahren bekannt. Jetzt ist nicht nur die Struktur im ländlichen Raum gefährdet, sondern es wird auch die Erreichung der Klima- und Energieziele konterkariert – letztlich will die neue Bundesregierung bis 2030 den Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energieträgern erzeugen.

Genügend Holz vorhanden
„Aktuell sind Waldeigentümer damit beschäftigt, vom Borkenkäfer befallene Bäume aus dem Wald zu schaffen. Der Schadholzanteil ist leider in diesem Jahr besonders hoch. Hier besteht keine Konkurrenz zur Säge-, Platten- oder Papierindustrie. Es ist genügend Holz vorhanden. In Jahren wie diesen wäre es daher nur sinnvoll und logisch, Schadholz zu Biomasse zu machen. Das Holz ist vorhanden, die Kraftwerke sind vorhanden und es muss kein Atomstrom zugekauft werden. Mit dem Zusperren der Holzkraftwerke kommen der Forstwirtschaft wesentliche Absatzmöglichkeiten für das Energieholz abhanden“, macht Montecuccoli auf die Situation der Waldbesitzer aufmerksam.

„Die Ziele der Klima- und Energiestrategie sind ohne den forcierten Einsatz von Biomasse zur Energiegewinnung nicht erreichbar. Biogene Energieträger müssen in Wahrheit eine noch stärkere Berücksichtigung finden. Bis dahin braucht es Übergangslösungen für bestehende Holzkraftwerke, sonst werden voll funktionsfähige Holzkraftwerke abgeschaltet und teure Industrieruinen verursacht“, fordert der Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich abschließend.

Die Land&Forst Betriebe Österreich sind die freiwillige Vereinigung österreichischer Landbewirtschafter, mit der Zielsetzung, Österreichs Wälder und Felder als betriebliche Grundlage und gesellschaftlichen Mehrwert zu erhalten und Bewusstsein für die Anliegen privater land- und forstwirtschaftlicher Betriebe und deren Tätigkeit sowie Verantwortung zu schaffen. Die Mitgliedsbetriebe der Land&Forst Betriebe Österreich bewirtschaften zusammen ein Drittel des österreichischen Waldes und produzieren jede fünfte Tonne des österreichischen Getreides.

Kontakt
Land&Forst Betriebe Österreich
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Renate Magerl
Tel. +43 (0)1 5330227 21
E-Mail: magerl@landforstbetriebe.at
 
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